Das hohe Mittelalter war eine Zeit der Unruhe, der Könige und Gegenkönige, Päpste und Gegenpäpste, der Schlachten und Kreuzzüge, der Pestepidemien. Aber auch eine Zeit der höfischen Kultur, des wirtschaftlichen Aufschwungs und vor allem: der Verstädterung. Nach Frank Rexroth, Professor für Mittlere und Neuere Geschichte in Göttingen, hatten die Städte einen großen Einfluss auf die Bildung von Staatlichkeit in Deutschland. Große Herrscherfiguren dieser Zeit waren die Staufer: Friedrich I., genannt Barbarossa, und der in Sizilien aufgewachsene und hochgebildete Friedrich II., der von den Zeitgenossen auch „stupor mundi“ genannt wurde, Staunen der Welt. Die Einführung des Buchdrucks im Spätmittelalter schaffte die entscheidende Voraussetzung für die Verbreitung von Wissen und die spätere Reformation.
Ein Feature von Christiane Hillebrand unter wissenschaftlicher Mitarbeit von Professor Frank Rexroth und Michael Ott.