„Es ist ein wahrhaft peinliches Gefühl, unter Menschen nicht Mensch sein und seine Gedanken austauschen zu können“
London 1850

Diesen Satz notierte der damals 17-jährige Gustav Langenscheidt (1832 – 1895) auf seiner Fußreise durch Europa in sein Reisetagebuch. Die Erfahrung, sich nicht verständigen zu können, sollte sich als wegweisend für sein weiteres Leben herausstellen.

Gustav Langenscheidt machte sich zum Ziel, das Erlernen fremder Sprachen einer breiteren Bevölkerungsschicht zugänglich zu machen und somit einen Beitrag zur Völkerverständigung zu leisten. Er erfand zusammen mit seinem Französischlehrer Charles Toussaint die erste praktikable Lautschrift und gründete 1856 mit dem „Brieflichen Sprach- und Sprechunterricht für das Selbststudium der französischen Sprache“ einen eigenen Verlag. 150 Jahre später hat seine Idee nichts an Aktualität verloren – heute arbeiten rund 1.400 Menschen in 11 Ländern für Langenscheidt.

Hörfunkjournalist Dieter Mayer-Simeth hat zusammen mit Schauspieler Paul Herwig die Erlebnisse, die Gustav Langenscheidt in seinem Reisetagebuch festgehalten hat, in einer gekürzten Fassung vertont. Begeben Sie sich auf eine akustische Reise durch das Europa des 19. Jahrhunderts.