Eugen Reithofer ist arbeitslos, und weil er sonst gerade nichts zu tun hat, spricht er vor dem städtischen Arbeitsamt die hübsche Agnes Pollinger an. Sie ist auch arbeitslos, und so beginnt ihr Spaziergang mit nur einer Gemeinsamkeit und endet ein paar Stunden später auf dem Oberwiesenfeld unter einer Ulme.

Jetzt könnte die Geschichte schon aus sein – wären da nicht eine Tante mit ihrem zweifelhaften Antiquitätengeschäft, ein ebenso unseriöser wie unsympathischer Untermieter, ein Kunstmaler und ein Sportsmann mit Cabriolet. Agnes, so scheint es, macht ja gar nichts, trotzdem landet sie ständig unter irgendwelchen Ulmen. Aber vielleicht will es das Schicksal doch einmal gut mit ihr, denn wie sich herausstellt, ist Eugen Reithofer nicht nur kein Schuft, sondern er scheint sogar ein netter Kerl zu sein. Und das will was heißen, in diesen Zeiten!

Eine gänzlich unsentimentale – fast ist man versucht, zu sagen: unromantische – Liebesgeschichte, deren Hauptfiguren versuchen, im Strudel der Begierden und Bedürfnisse nicht ganz unterzugehen. Der vielleicht schönste Roman von Ödön von Horváth.