Heimatlos ist Iphigenie: Vor seinem Feldzug gegen Troja wollte Agamemnon seine Tochter Iphigenie der Göttin Diana opfern, um seinen Kriegsschiffen günstigen Wind zu verschaffen. Im letzten Moment jedoch entführte die Göttin Iphigenie in ihren taurischen Tempel. Thoas, der König der Taurer, will sie heiraten. Da sie seiner Werbung ausweicht, befiehlt er, den alten Brauch der Menschenopfer wieder einzuführen. Die ersten Fremden, die Iphigenie als Priesterin opfern soll, sind ausgerechnet ihr wahnsinniger Bruder Orest und sein Gefährte. Sie entschließt sich, den Weg der Selbstbestimmung und Vernunft zu gehen und appelliert an die Menschlichkeit von König Thoas.