Jerusalem zur Zeit der Kreuzzüge. Als der jüdische Kaufmann Nathan von einer Geschäftsreise zurückkommt, ist sein Haus ausgebrannt. In letzter Sekunde konnte seine Pflegetochter Recha von einem Tempelherrn gerettet werden. Sultan Saladin, der muslimische Herrscher, hatte den Ordensritter als einzigen von zwanzig Gefangenen erst kurz zuvor begnadigt, weil er seinem verstorbenen Bruder ähnlich sah. Den Dank Nathans will der christliche Tempelherr zunächst nicht hören. Doch dann verliebt er sich in Recha und hält um ihre Hand an. Nun aber zögert Nathan. Als der Tempelherr erfährt, dass Recha aus christlicher Familie stammt, werden seine antijüdischen Vorurteile laut. Inzwischen plagen den Sultan Geldsorgen. Er sucht Nathans Hilfe und lässt ihn an seinen Hof bringen. Zunächst will er dessen bekannte Weisheit prüfen und fragt ihn, welche Religion die wahre sei, das Christentum, das Judentum oder der Islam. Nathan antwortet mit der Parabel von den drei Ringen, die einander so sehr gleichen, dass sie in ihrem Wert nicht mehr zu unterscheiden sind. Beeindruckt von Nathans Worten der Toleranz bietet Saladin ihm die Freundschaft an.

Mit Erich Ponto, Ernst F. Fürbringer, Edith Heerdegen, Lina Carstens u.v.a. Eine Produktion des SDR aus dem Jahre 1956.