Der klobige Bentley ratterte über die Schlaglöcher der ramponierten Küstenstraße. Mehrmals hatten sie sich bereits verfahren. Es ging auf Mitternacht zu. Wie aus heiterem Himmel stieg der Chauffeur in die Eisen, so dass die Gräfin im Fond des Wagens ordentlich durchgeschüttelt wurde. „Sind Sie verrückt geworden, Michael!“, rief sie. „Ja, soll ich das Kind etwa überfahren?“, erwiderte er patzig. Die Gräfin blickte angestrengt durch die milchigen Scheiben. Und erschrak. Mein Gott – das, was dort auf der Straße stand und ihren Weg blockierte, war kein Kind. Es war eine Marionette. Ohne Puppenspieler – ohne Fäden. Stattdessen hielt sie ein blutverschmiertes Messer in der rechten Hand. Und mit der Linken zog sie eine übel zugerichtete Leiche hinter sich her …