Tabor Süden, der eigenbrötlerische und wortkarge Menschensucher, für den Friedrich Ani bisher zwanzig Romane und neun Originalhörspiele geschrieben hat, ermittelt diesmal auf eigene Faust.

Vom Fenster seiner Stammkneipe aus fällt ihm eines Nachts eine ältere Frau auf. Sie steht auf der anderen Straßenseite und verteilt Zettel an Passanten. Süden geht zu ihr und erfährt, dass sie mit Hilfe eines verwaschenen, kopierten Fotos nach ihrer verschwundenen, 46-jährigen Tochter Elena sucht. Die Frau macht einen seltsamen, verwirrten Eindruck. Außer Elenas letzter Adresse erfährt er kaum etwas von ihr. Kurz darauf verabschiedet sie sich und Süden verliert ihre Spur. Doch das Schicksal der alten Frau lässt ihn nicht los. Seine Suche nach ihr führt Tabor Süden schließlich zu einem ebenso tragischen wie anrührenden Geheimnis.