Ein Brief, der nie für ein lesendes Auge bestimmt war, den nicht einmal der Adressat zu lesen bekam. Womöglich hatte er seinen Zweck schon im Imaginären erfüllt: Im Bewusstsein, sich dem Vater einmal so vollständig wie möglich gegenüber zu erklären, sich überhaupt erklären zu können.

Wir Heutigen können um das Verhältnis zwischen Franz und seinem Vater freilich dankbar sein (so pervers das klingen mag), hat es uns in ihm doch einen solchen Literaten beschert. Franz selber aber litt zeit seines Lebens unter dem Eindruck des Vaters, wovon der Brief das lebendigste Zeugnis gibt.