Der Erzähler stellt sich vor und erklärt, dass er sich den Namen William Wilson nur zugelegt habe, weil sein wirklicher Name allzu sehr mit Untaten besudelt sei. Er erklärt offen, dass er diesen Bericht schreibt, um verständlich zu machen, warum er ein Bösewicht wurde. Die Erzählung beginnt mit der liebenswürdigen Beschreibung der Jahre, die William Wilson an einer Schule in England verbrachte. Das verwinkelte elisabethanische Gebäude, die strengen Rituale und der Rektor Bransby werden als Bestandteile einer Schulidylle geschildert, die einen Bruch nur bekommt, weil es dort einen zweiten William Wilson gibt, der dem Erzähler in Aussehen, Haltung und Kleidung völlig gleicht, der sogar noch bestrebt ist, ihn in all diesen Punkten möglichst detailgetreu nachzuahmen; der am selben Tag wie der Erzähler in die Schule eingetreten ist und auch den Geburtstag mit ihm teilt, ohne jedoch im geringsten mit ihm verwandt zu sein.

Gelesen von Maximilian Weigl.