Die Welt ist still im Deutschland der 1880er Jahre, das Leben langsam. Die Menschen kennen das Geräusch eines laufenden Motors noch nicht, denn er ist noch nicht erfunden; jedenfalls der Motor nicht, der klein und dennoch leistungsstark genug wäre, um Fahrzeuge, Boote oder Luftschiffe anzutreiben. Das Industriezeitalter beginnt gerade erst zu erblühen, die Mühlen des Fortschritts mahlen noch langsam; manchem, der großes vorhat, zu langsam. Gottlieb Daimler ist einer von ihnen. Er ist beseelt von einer Vision, die ihm und seinem Weggefährten Wilhelm Maybach nicht nur realisierbar, sondern gar zwingend notwendig erscheint. Lange Zeit stehen sie mit ihren Plänen jedoch ziemlich alleine da und verzweifelt nicht selten am vermeintlichen Unverstand ihrer Mitmenschen. So bleibt ihnen nur der Weg in die Abgeschiedenheit eines Gartenhauses zu Cannstatt, um von dort aus die Welt zu motorisieren – zu Lande, zu Wasser und in der Luft.