Die italienische Mafia ist längst in der deutschen Gesellschaft verankert. Durch die Morde von Duisburg im August 2007, bei denen sechs Menschen ums Leben kamen, wurde dies weiten Kreisen der Bevölkerung erstmals bewusst. Doch weil neue Gewalttaten ausblieben, war es mit der allgemeinen Aufmerksamkeit schnell wieder vorbei. So konnte die Bundesrepublik in den vergangenen Jahren unbemerkt zu einem Paradies für Geldwäscher werden. „80 Prozent der Gewinne gehen nach Deutschland“, schätzt der italienische Staatsanwalt Raffaele Mazzotta. Eisdielen, Pizzerien und Maklerbüros waschen Millionenbeträge und deutsche Strohmänner arbeiten in seriös erscheinenden Unternehmen.

Das Feature begibt sich auf Spurensuche und zeigt, wie die Mafia hierzulande im Verborgenen agiert.