Am 30. September 2015, einem Mittwoch, wird in der Wohnung von Daniel Fechner und Kalila Mchala-Lahmi im Magdeburger Scharnhorstring die Leiche des Asylbewerbers Yussuf Amazigh entdeckt – er wurde erstochen. Die Spuren deuten auf einen ausländerfeindlichen Hintergrund hin. Sie führen zu Daniels Onkel Lutz Fechner.

Die Beweiskette hält, noch am Donnerstag kann er verhaftet werden. Doch bevor der sichtlich erleichterte LKA-Chef der Presse demonstrieren kann, dass die Polizei in Sachsen-Anhalt auf keinem Auge blind ist, stellt sich Daniel Fechner und behauptet, den bei ihnen untergeschlüpften Cousin seiner Liebsten umgebracht zu haben. Eine Falschbezichtigung?

Zwischen dem Täterwissen Daniels und dem Geständnis Lutz Fechners steckt Oberkommissarin de Beer in der Klemme. Während sich der Ministerpräsident beim Empfang am Vorabend des „Tags der Deutschen Einheit“ für die schnelle Aufklärung bedankt, findet sie durch das Eingreifen ihres Ex-Kollegen Jost Fischer den Schlüssel für diesen Fall, tief vergraben in der Familiengeschichte und der deutsch-deutschen Vergangenheit.