Kriminalhauptkommissarin Claudia Evernich hat lange überlegt, ob sie einen 20 Jahre zurückliegenden Fall wieder angehen soll. Doch der Mord an der jungen Mitarbeiterin eines angesehenen Bremer Handelskontors lässt ihr keine Ruhe.

Also öffnet Evernich für die Sendung „Täter gesucht“ die Akte und wendet sich an die Öffentlichkeit. Ihr engster Vertrauter, Staatsanwalt Dr. Gröninger, missbilligt diesen Schritt aufs Schärfste, beschimpft den Aufruf im Fernsehen zur Mithilfe der Bevölkerung als Einladung zum Denunziantentum. Doch nach der Sendung kommt tatsächlich ein Hinweis.

Eine anonyme Anruferin behauptet, sie wisse, wer die junge Frau umgebracht hat. Evernichs Mutter tritt als Hobbydetektivin auf den Plan, die ihrer Tochter nicht nur mit Mutmaßungen auf die Nerven geht, sondern tatsächlich den entscheidenden Hinweis auf die Identität der Anruferin geben kann: Es ist Susanna Brinkmann, die Ehefrau des Mannes, bei dem das Mordopfer als persönliche Assistentin beschäftigt war.

Nach dem Anruf bleibt die Frau unauffindbar. Ihre frühere Zeugenaussage hatte ihren Mann entlastet. Zweifel an der Glaubwürdigkeit seines Alibis machen ihn erneut zum Hauptverdächtigen. Ein aufreibendes und abgründiges Verhör beginnt.