Lange sah es danach aus, als habe der Lohner-Hof vor den Toren der Stadt keine Zukunft mehr. Dann aber schien der als unbeholfen und schüchtern geltende Hoferbe doch noch sein Glück gefunden zu haben. Davon, dass dies nicht alle in seiner Familie begrüßt hatten, weil seine Angetraute aus Osteuropa kam, ließ sich das junge Paar nicht stören. Bis die junge Frau eines Morgens tot aufgefunden wird.

Obduktion und Spurensicherung lassen bald keinen Zweifel mehr zu, dass sie durch einen Stromschlag zu Tode gekommen ist. Für einen Unfall spricht, dass die Elektroinstallation des uralten Hofs nicht mehr die modernste ist. Den Ehemann trifft das Unglück schwer. Zwar erwägt die Kripo auch ein Fremdverschulden, tut sich jedoch schwer, dafür Beweise zu finden.

Doch dann erinnert man sich auf der Polizeiinspektion von Bruck am Inn daran, dass vor einiger Zeit eine Schlägerei geschlichtet werden musste, an der der Schwager der Getöteten und ein junger Osteuropäer beteiligt waren. Der jähzornige Angreifer hatte dem Ausländer vorgeworfen, mit der Frau seines Bruders ein Verhältnis gehabt zu haben.

Obwohl sich dies als haltlos erwiesen hatte, blieb unklar, was den Fremden nach Bruck am Inn geführt haben könnte. Bis sich herausstellt, dass er und die Getötete doch mehr Gemeinsamkeiten gehabt haben mussten. Da sich mittlerweile der Verdacht auf Mord erhärtet hat, wächst auch der Verdacht gegen ihn.